UNSERE WÄLDER (3/3)
IM REICH DES WASSERS
Vor 2000 Jahren war fast die gesamte Landmasse der Welt von Wald überzogen. Der Verlust der Wälder ist eine der tiefgreifendsten Veränderungen auf unserem Planeten. Unsere Wälder sind mehr als grüne Oasen. Sie lassen Wasser verdunsten und aufsteigen, als sei die Schwerkraft auf den Kopf gestellt. Jeder Wald ist wie ein gigantischer Schwamm - vom Kronendach bis zum Waldboden. Und selbst die Deutschen, die den Wald mit Inbrunst lieben, fangen gerade erst an, ihn zu verstehen.
Wälder sind die größten Süßwasserspeicher der Welt - denn alles im Wald ist darauf angelegt, Wasser für schlechte Zeiten zu bunkern. Die Baumkronen fangen einen Großteil des Niederschlages auf, bevor er zu Boden fällt, wo der humusreiche Untergrund ihn aufsaugt wie ein Schwamm. Baumwurzeln, die von ihren Pilzfreunden in einen zarten Filz gehüllt werden, speichern das kostbare Nass. Und wie durch ein Wunder gelangt es von den Wurzeln wieder hinauf in die Krone - ganz ohne Motorpumpen. Hier oben wird es gebraucht für die Photosynthese. Denn ohne Wasser kommt die Zuckerproduktion in den Blättern zum Stillstand und dem ganzen Wald knurrt der Magen. Während die Blätter oben die Energie der Sonne einfangen, sorgt das geschlossene Kronendach für grünes Dämmerlicht unter den Bäumen - und für ein gleichmäßig kühles, feuchtes Klima im Waldinneren. Zu viel Wasser allerdings lässt die meisten Baumarten ertrinken. Wie wir erliegen sie dabei einem Erstickungstod. Auenwälder sind deswegen das Terrain der Spezialisten - und Heimat der Biber, der einzigen tierischen Waldbewohner, die Bäume fällen. Doch egal, wo ein Wald wächst: Jeder Wald ist ein gigantischer „Wassereimer“ in einer globalen Kette von Pumpstationen. Denn Wälder pumpen den Wasserdampf von den Meeren ins Landesinnere. Ohne sie würden die großen Kontinente im Inneren austrocknen. Nicht nur deswegen sind unsere Wälder unsere wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel. Und so forschen Wissenschaftler mit Klimatürmen und Kronen-Kränen am Wunderwerk Wald.
Wälder sind die größten Süßwasserspeicher der Welt - denn alles im Wald ist darauf angelegt, Wasser für schlechte Zeiten zu bunkern. Die Baumkronen fangen einen Großteil des Niederschlages auf, bevor er zu Boden fällt, wo der humusreiche Untergrund ihn aufsaugt wie ein Schwamm. Baumwurzeln, die von ihren Pilzfreunden in einen zarten Filz gehüllt werden, speichern das kostbare Nass. Und wie durch ein Wunder gelangt es von den Wurzeln wieder hinauf in die Krone - ganz ohne Motorpumpen. Hier oben wird es gebraucht für die Photosynthese. Denn ohne Wasser kommt die Zuckerproduktion in den Blättern zum Stillstand und dem ganzen Wald knurrt der Magen. Während die Blätter oben die Energie der Sonne einfangen, sorgt das geschlossene Kronendach für grünes Dämmerlicht unter den Bäumen - und für ein gleichmäßig kühles, feuchtes Klima im Waldinneren. Zu viel Wasser allerdings lässt die meisten Baumarten ertrinken. Wie wir erliegen sie dabei einem Erstickungstod. Auenwälder sind deswegen das Terrain der Spezialisten - und Heimat der Biber, der einzigen tierischen Waldbewohner, die Bäume fällen. Doch egal, wo ein Wald wächst: Jeder Wald ist ein gigantischer „Wassereimer“ in einer globalen Kette von Pumpstationen. Denn Wälder pumpen den Wasserdampf von den Meeren ins Landesinnere. Ohne sie würden die großen Kontinente im Inneren austrocknen. Nicht nur deswegen sind unsere Wälder unsere wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel. Und so forschen Wissenschaftler mit Klimatürmen und Kronen-Kränen am Wunderwerk Wald.
Facts
Erstausstrahlung: 11. Juni 2017, 19:30 Uhr bei Terra X im ZDF
90-Minuten-Spezial auf Arte:
18. Januar 2020, 20:15 auf ARTE
Mit großer Themenvielfalt – von der “Europa-Saga” über “Unsere Wälder” bis zu “Lichter der Tiefsee” – und beeindruckenden Bildern lockten die “Terra X”-Dokumentationen 2017 noch mehr Zuschauer als im vergangenen Jahr: Durchschnittlich schalteten 3,91 Millionen Zuschauer (13,3 Prozent Marktanteil) ein.
Reihe Unsere Wälder ist online als DVD oder Blu-ray erhältlich.
Credits
Buch, Regie, Produktion: Petra Höfer und Freddie Röckenhaus
Realisatoren: Francesca D’Amicis, Susanne Rostosky, Kay Schlasse, Friederike Schmidt-Vogt
Erste Kamera: Tobias Kaufmann
Helikopter Kamera: Peter Thompson
Animationen: David Cornfield, Liz Elkington, Lauri Gibbs, Libby Redden, 422 South
Line Producer: Svenja Mandel, Christine Marzi
Sprecher: Dietmar Wunder
Redaktion: Johannes Geiger, Friederike Haedecke, Katharina Kohl (ZDF)
Eine Produktion von colourFIELD im Auftrag des ZDF

