Deutschland von oben 2
Folge 5: Land
Deutschlands Städte leuchten, wenn man unser Land vom Satelliten aus betrachtet. Doch zwischen den Lichtknoten der dicht bewohnten Gebiete liegen die viel größeren dunklen Flächen, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Aus der Luft betrachtet erkennt man, dass Deutschland zwar ein Industrieland ist, aber noch viel mehr ist es eines der waldreichsten Länder Europas. Fast ein Drittel Deutschlands ist vom Wald bedeckt. Und Bäume bedeuten uns Deutschen offenbar immer schon viel mehr, als den meisten unserer Nachbarn.
Und so schwebt die Kamera für die zweite Folge der neuen Staffel der Erfolgsreihe Deutschland von oben über den Wipfeln von Eichen und Tannen, die Inbegriffe der deutschen Version von Romantik. Und weiter oben, oberhalb der Baumgrenze, schauen wir hinab auf das Revier der Steinböcke und Gemsen, auf 2500 Metern, auf halsbrecherisch steilen Graten und steil am Abgrund, am Geißhorn und am Nebelhorn in den Oberstdorfer Alpen.
Selbst aus dem abgelegenen Nationalpark Berchtesgadener Land müssen Spezial-Hubschrauber Bäume, die von Borkenkäfern befallen sind, aus Steilhängen durch die Luft bergen. Ein Streitfall, weil man im Nationalpark eigentlich alles den Naturprozessen überlassen möchte – und dann doch der Natur helfen muss. Auch den letzten 500 Wildpferden Deutschlands, die kaum dreißig Kilometer von der Mega-Großstadt Ruhrgebiet entfernt im Merfelder Bruch leben, wird indirekt geholfen, wenn einmal im Jahr die jungen Hengste aus der Herde heraus gefangen werden.
Der Zusammenprall von Natur und Schwerindustrien, von Wildnis und Hightech ist typisch für die Industrienation Deutschland: Vier Fünftel unseres Landes sind Wälder, Heide oder Agrarflächen. Doch gänzlich unberührte Natur findet man nur noch selten: entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze oder in den unzugänglichen Gebirgsregionen.
Ein Land, dessen Gegensätze auf engem Raum erstaunlich sind: Von den Mondlandschaftskratern des Braunkohletagebaus in der Lausitz, deren unendliche Abraumhalden per Laserscan aus dem Heli vermessen werden. Über die Flugstunden für den zahmen Steinadler Sky im bayerischen Lenggries mit seinem Falkner Paul Klima. Bis zur Weinernte auf den bizarren Terrassen des erloschenen Vulkans Kaiserstuhl, tief in Südbaden. Und zum größten Heavy Metal Festival der Welt, auf den Weiden des schleswig-holsteinischen Kuhdorfs Wacken: Auf 1.800 Einwohner kommen hier jedes Jahr 75.000 Konzertgäste. Das Verkehrschaos an An- und Abreisetagen wird aus dem Helikopter ebenso überwacht, wie die größte Zeltstadt Deutschlands, die hier jedes Jahr für drei laute Tage entsteht. Und im Hunsrück röhrt ein Hubschrauber mit einer 40 Meter langen fliegenden Kreissäge, um die Schneisen der Hochspannungsleitungen baumfrei zu halten.
Wenn die Kraniche über der Elbtalaue einschweben oder sich 100.000 Wildgänse an der Ems-Mündung und am Niederrhein einfinden, wenn die Jungstörche der Saison sich zu ihrer ersten Abreise in den Süden versammeln oder die Fohlen der Wildpferde in Dülmen ihre ersten Schritte ins Leben machen, ist das ein Spektakel, das man nie aus der Luft gesehen hat. Doch manche Wildtiere in Deutschland sind so unsichtbar, dass man sie nur per Satellit aus dem Weltraum verfolgen kann – wie die Luchse im Harz oder im Bayerischen Wald.
Deutschland von oben begleitet das Team des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen beim Start eines der Satelliten, die unser komplexes Leben am Boden etwas einfacher machen: Ohne Satelliten gäbe es keine GPS-Navigation, keine Hightech-Spionage, kein Satelliten-Fernsehen. Und keine der Animationen in Deutschland von oben.
Und es gäbe auch nicht jene Vorhersagen, unter denen wir Deutschen am liebsten leiden: Das Wetter. Über 2000 Messstationen gibt es in Deutschland allerdings auch am Boden. Die zweithöchste liegt auf dem Wendelstein, einem der höchsten Arbeitsplätze in Deutschland. Strahlenden Sonnenschein findet Claudia Hinz, die Wetterfrau vom Wendelstein: todlangweilig.
Und so schwebt die Kamera für die zweite Folge der neuen Staffel der Erfolgsreihe Deutschland von oben über den Wipfeln von Eichen und Tannen, die Inbegriffe der deutschen Version von Romantik. Und weiter oben, oberhalb der Baumgrenze, schauen wir hinab auf das Revier der Steinböcke und Gemsen, auf 2500 Metern, auf halsbrecherisch steilen Graten und steil am Abgrund, am Geißhorn und am Nebelhorn in den Oberstdorfer Alpen.
Selbst aus dem abgelegenen Nationalpark Berchtesgadener Land müssen Spezial-Hubschrauber Bäume, die von Borkenkäfern befallen sind, aus Steilhängen durch die Luft bergen. Ein Streitfall, weil man im Nationalpark eigentlich alles den Naturprozessen überlassen möchte – und dann doch der Natur helfen muss. Auch den letzten 500 Wildpferden Deutschlands, die kaum dreißig Kilometer von der Mega-Großstadt Ruhrgebiet entfernt im Merfelder Bruch leben, wird indirekt geholfen, wenn einmal im Jahr die jungen Hengste aus der Herde heraus gefangen werden.
Der Zusammenprall von Natur und Schwerindustrien, von Wildnis und Hightech ist typisch für die Industrienation Deutschland: Vier Fünftel unseres Landes sind Wälder, Heide oder Agrarflächen. Doch gänzlich unberührte Natur findet man nur noch selten: entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze oder in den unzugänglichen Gebirgsregionen.
Ein Land, dessen Gegensätze auf engem Raum erstaunlich sind: Von den Mondlandschaftskratern des Braunkohletagebaus in der Lausitz, deren unendliche Abraumhalden per Laserscan aus dem Heli vermessen werden. Über die Flugstunden für den zahmen Steinadler Sky im bayerischen Lenggries mit seinem Falkner Paul Klima. Bis zur Weinernte auf den bizarren Terrassen des erloschenen Vulkans Kaiserstuhl, tief in Südbaden. Und zum größten Heavy Metal Festival der Welt, auf den Weiden des schleswig-holsteinischen Kuhdorfs Wacken: Auf 1.800 Einwohner kommen hier jedes Jahr 75.000 Konzertgäste. Das Verkehrschaos an An- und Abreisetagen wird aus dem Helikopter ebenso überwacht, wie die größte Zeltstadt Deutschlands, die hier jedes Jahr für drei laute Tage entsteht. Und im Hunsrück röhrt ein Hubschrauber mit einer 40 Meter langen fliegenden Kreissäge, um die Schneisen der Hochspannungsleitungen baumfrei zu halten.
Wenn die Kraniche über der Elbtalaue einschweben oder sich 100.000 Wildgänse an der Ems-Mündung und am Niederrhein einfinden, wenn die Jungstörche der Saison sich zu ihrer ersten Abreise in den Süden versammeln oder die Fohlen der Wildpferde in Dülmen ihre ersten Schritte ins Leben machen, ist das ein Spektakel, das man nie aus der Luft gesehen hat. Doch manche Wildtiere in Deutschland sind so unsichtbar, dass man sie nur per Satellit aus dem Weltraum verfolgen kann – wie die Luchse im Harz oder im Bayerischen Wald.
Deutschland von oben begleitet das Team des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen beim Start eines der Satelliten, die unser komplexes Leben am Boden etwas einfacher machen: Ohne Satelliten gäbe es keine GPS-Navigation, keine Hightech-Spionage, kein Satelliten-Fernsehen. Und keine der Animationen in Deutschland von oben.
Und es gäbe auch nicht jene Vorhersagen, unter denen wir Deutschen am liebsten leiden: Das Wetter. Über 2000 Messstationen gibt es in Deutschland allerdings auch am Boden. Die zweithöchste liegt auf dem Wendelstein, einem der höchsten Arbeitsplätze in Deutschland. Strahlenden Sonnenschein findet Claudia Hinz, die Wetterfrau vom Wendelstein: todlangweilig.
Facts
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Kamerapreis
Ausstrahlungstermine
Dienstag, 17. Mai 2011 um 20:15 Uhr, ZDFneo
Sonntag, 22. Mai 2011 um 19.30 Uhr, ZDF
Credits
Buch, Regie, Produktion: Petra Höfer und Freddie Röckenhaus
Helikopter Kamera: Peter Thompson
Kamera: Marcus von Kleist, Ingmar Lindner u.a.
Schnitt: Jörg Wegner, Maren Grossmann
Realisatoren: Friederike Schmidt-Vogt, Kay Schlasse, Francesca D`Amicis, Johannes Fritsche
Produktionsleitung: Svenja Mandel
Sprecher: Leon Boden
Redaktion: Alexander Hesse (ZDF), Katharina Rau (ZDF)
Eine Produktion von colourFIELD im Auftrag des ZDF

