Liebe an der Macht 

Pressestimmen 

Links zur Sendung 

Literatur zur Sendung 


LIEBE an der MACHT: Michelle und Barack Obama


Ein Film von Francesca D’Amicis, Petra Höfer, Freddie Röckenhaus

Buch und Regie: Petra Höfer, Freddie Röckenhaus, Francesca D’Amicis

Kamera: Marcus von Kleist
Ton: Richard Koburg
Schnitt: Jörg Wegner

Sprecher: Susanne Dobrusskin, Benjamin Völz, Anke Reitzenstein u.a.
Tonmischung: Hannes Rittmeyer
Produktion: Svenja Mandel

Redaktion WDR: Petra Nagel


Erstausstrahlung: 04. Januar 2010, ARD um 21:45 Uhr

Wiederholungen:

Phoenix am 12.02.2013 um 17:00 Uhr
Phoenix am 24.05.2011 um 11:00 Uhr
Phoenix am 25.05.2011 um 13:00 Uhr

Einsfestival am 04.06.2011 um 19:15 Uhr

SWR am 24.11.2011 um 22:30 Uhr


Eine Produktion von colourFIELD im Auftrag des WDR - 45 Minuten


Der Satz hatte das Zeug für eine Hollywood-Inszenierung und klang, wie aus einem Drehbuch. Barack Obama, gerade eben zum Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt, ließ den Rest der Welt von der Bühne aus wissen: "Ich möchte jetzt mit derjenigen tanzen, die mich hierher gebracht hat, mit der Liebe meines Lebens. Sie kann alles, was ich kann – nur, dass sie dabei auch noch hohe Absätze trägt."

Seit John F. und Jackie Kennedy hat es kein politisches Paar mehr gegeben, dass so viele Sympathien und soviel Interesse auf sich gezogen hätte. Und Präsident Barack und First-Lady Michelle Obama sind dabei noch viel präsenter, glamouröser und nahbarer, als es die Kennedys jemals sein konnten. Nicht nur die amerikanische Nation, sondern die Klatschspalten in der gesamten westlichen Welt befassen sich spätestens seit Obamas Amtsantritt vor einem Jahr mit solch wichtigen Fragen, wie zum Beispiel: Hat sich das Traumpaar zum ersten Mal in einer Eisdiele geküsst oder in einem dunklen Kino, im Kultfilm des schwarzen amerikanischen Filmemachers Spike Lee, "Do the right thing"?

Nie zuvor war ein Wahlkampf und ist die PR für einen Spitzenpolitiker so massiv auf seine Liebesbeziehung zu seiner Frau abgestimmt worden, nie zuvor stand eine amerikanische Präsidenten-Gattin so rigoros mit zur Wahl und wurde so sehr Teil der politischen Kampagne wie Michelle Obama.

"Liebe an der Macht" beleuchtet deshalb in der ersten Folge der neuen Staffel der Reihe über die großen politischen Paare vor allem die Rolle von Michelle Obama. Die Washington-Post-Redakteurin Liza Mundy, die eine Michelle-Obama-Biographie geschrieben hat, hat deshalb die Filmautoren mit ihrem Insider-Wissen besonders unterstützt.. Die High heels, die hohen Absätze, die der frisch gekürte Präsident Barack Obama als wesentlichstes Unterscheidungs-Merkmal zu seiner Frau gepriesen hatte, würde die fast 1,80 Meter große Michelle normalerweise nicht brauchen, um auch ohne ihren Mann weit aus der Masse herauszuragen. Michelle, aus einfachen Verhältnissen des berühmten Chicagoer Stadtteils South Side stammend, hat im Laufschritt die weißen Elite-Universitäten Princeton und Harvard gestürmt und anschließend den Sprung in einen hochbezahlten Anwaltsjob in einer der wichtigsten Kanzleien des Landes geschafft. Ehe sie die vorgezeichnete Karriere für sozialpolitische Jobs gleich wieder hinwarf.

Im Paket mit einer solchen Power-Frau ließ sich der neue Hoffnungsträger Obama, der erste dunkelhäutige Präsident der USA, gleich doppelt so gut auch dem weißen amerikanischen Mittelstand schmackhaft machen. Nie zuvor dürfte ein Kandidat so sehr von den Pluspunkten profitiert haben, die er durch seine Frau, seine Familie und deren schier unglaublichen Sympathie-Bonus mobilisieren konnte.

"Liebe an der Macht" versucht eine Bestandsaufnahme des raketenhaften Aufstiegs der Obamas nicht nur ins Weiße Haus, sondern auch noch zum Rollenmodell für Aber-Millionen von Paaren, die dem Zauber des scheinbar für Hollywood erfundenen Präsidenten-Paares nur allzu gern erliegen möchten. "Sie sind jenseits aller Politiker", sagt Vanity-Fair-Autor Michael Wolff. Und CBS-Star-Journalist Steve Kroft, der die Obamas mehrfach für seine Sendungen getroffen hat, gibt beinahe perplex zu: "Es gab keinen Unterschied, ob die Kameras an waren oder aus. Diese Verbundenheit zwischen den beiden war zu spüren, als sie das Studio betraten – bis sie wieder gegangen waren."

Hinter dem spontanen, liebevollen Miteinander des Duos aber steht auch eine politische Image-Maschinerie. Früh in der Kampagne Obamas wurde von den Spin-Doktoren und Wahlkampf-Designern erkannt, welche Geheimwaffe die Paar-Beziehung von Barack und Michelle darstellt. Seither wurde vor allem an Michelles Auftritten minutiös gearbeitet: Während sie anfangs noch treuherzig und unverstellt in Talkshows davon sprach, dass auch ihr Mann Socken herumliegen lasse und morgens unangenehm aus dem Mund riechen würde, wurde Michelle im Laufe des Wahlkampfs mehr und mehr auf den geschmeidigeren Typus des bewunderndes Weibchens umgeleitet. Als First Lady ist sie nun vor allem First Mom. Und selbst ihre Augenbrauen, so berichtet die Pulitzer-Preis-gekrönte Journalistin Robin Givhan, wurden ausgedünnt – damit Michelle auf keinem Bild mehr ärgerlich aussehen sollte.

"Liebe an der Macht" beschreibt den Seiltanz der Obamas: Ein Paar, dessen Natürlichkeit die Menschen in ihren Bann schlägt. Und das zugleich auch das Konstrukt allgegenwärtiger Image-Kosmetiker und PR-Berater ist. Unermüdlich wird seit der Inauguration Obamas deshalb die Kampagne weitergeführt: Niemals war soviel Liebe an der Macht.

Ein Film des Fernsehpreis-gekrönten und Grimmepreis-nominierten Autoren-Trios Francesca D’Amicis, Petra Höfer und Freddie Röckenhaus.

Redaktion: Petra Nagel.





Literaturliste:

Liza Mundy:
Michelle Obama, Fackeltraeger-Verlag

David Mendell:
Obama: From Promise to Power, Amistad



Weitere Informationen zur Sendung:

DasErste.de - Liebe an der Macht
www.daserste.de/liebeandermacht/

DasErste.de - Liebe an der Macht - Michelle und Barack Obama
http://www.daserste.de/liebeandermacht/allround_dyn~uid,0p1bhuatfya24nbz~cm.asp




zurück nach oben
 
 


#1


#2


#3


#4


#5